Tarkus Part One – Eruption Tutorial of the legendary Emerson, Lake & Palmer Song

dietmarKeys&Synth, Projekte

Hier ist meine ausnotierte Version von dem legendären Song der Formation um Kein Emerson.
Keith war mein absolutes Vorbild der frühen 70er. Hier ist mein

Keyboardworkshop Keith Emerson Tarkus

Tarkus Cover

Das Album Tarkus war 1971 das zweite Album von Emerson, Lake & Palmer und brachte ihnen den endgültigen Durchbruch als eine der bekanntesten Bands der siebziger Jahre. Der Titel Tarkus mit seiner Coverart gilt als eine der einflussreichsten Rocksuiten der damaligen Zeit und löste seinerzeit einen Boom von Konzeptalben aus, dem sich viele bekannte Bands der damaligen Zeit anschlossen. Man denke nur an Yes mit Rick Wakeman oder auch Jethro Tull und Genesis. In Tarkus verarbeitete Keith Emerson viele Elemente aus dem Jazz, aber auch der zeitgenössischen Klassik. Man kann hier Alberto Ginastera und Bela Bartok nennen , die Emerson wohl maßgeblich beeinflusst haben. Der hier vorliegende 1. Titel Eruption aus der Tarkus Suite strotz nur so von Rhythmuswechseln von 5/4, 2/4, ¾, 7/8 und 4/4, trotzdem wirkt das Ganze geschlossen und logisch und hängt sich immer an der Melodie auf, die recht jazzig durch viele Quartakkorde geprägt ist. Beidhändig gespielt ist dieser Part wirklich anpruchsvoll und erfordert rhythmische Sicherheit.
Keith Emerson war schon aus der Zeit mit The Nice für seinen Hammondsound bekannt, bei ELP baute er seinen Fuhrpark neben den Moogsystemen hauptsächlich mit einer zweiten Hammondorgel aus, die er gegenüber der C3 anordnete und dann auch gleichzeitig dazwischenstehend spielen konnte. Dies ermöglichte natürlich auch andere Ansätze des Arrangements der Stücke, die so auf einer einzelnen Hammond nicht gleichzeitig zu spielen wären.

Nach Angaben informierter Quellen stellte sich Emersons Orgel-Equipment und die Einstellungen zur Zeit des Tarkus Albums wie folgt dar:

Als Orgel kamen eine Hammond C3 und die kleinere L100 zum Einsatz

Die C3 wurde verstärkt mit HiWatt 100W Guitar Amp Heads und 147er Leslies die wie folgt modifiziert wurden: Die Hörner und Lautsprecher wurde durch Modelle von JBL ersetzt incl. der passiven Frequenzweichen. Emerson hat die Leslies übrigens immer in der langsamen Geschwindigkeit laufen lassen.

Die L100 wurde von Emerson ja auch für die spektakuläre Bühnenshow mit Messern etc. benutzt, sie lief daher auch wegen der Feedbackeffekte ausschließlich über einige Marshall Amps mit 4×12 Celestion Boxen und einer FuzzFace Verzerrer Box.

Die Menge der Amps und Leslies variierte, entfachte jedoch auf der Bühne eine ordentliche Power. (Seinerzeit war ja Emerson auch als „Jimi Hendrix der Orgel „ bekannt)

Beide Orgeln wiederum waren exakt gleich eingestellt und er hat die Einstellungen auch nur selten variiert:
Vibrato: C3 (heavy chorus)
Percussion: short, third harmonic
Obermanual Zugriegel: 8 8 8 0 0 0 0 0 0
Untermanual Zugriegel: 0 0 8 8 0 0 0 0 0

Ich habe die Einstellungen im Rechner mit der B4 II von Native Instruments nachgebaut und es kam der Sache schon nahe obwohl jeder der schon einmal eine Hammond über die original Leslies bzw. über einen Marshall gespielt hat weiss, dass hier ganz andere Kräfte wirken!der Speedy (und das weiß der Jürgen auch)

Im vorliegenden Stück hat Emerson die Ostinato-Figuren auf dem Obermanual der L100 gespielt und die Melodieparts auf dem Obermanual der C3. Daher also die immense Power der Sounds. Wenn man sich die Tarkus-Produktion heute anhört fällt sofort der enorme Druck der Orgelsounds auf, die auch heute nicht besser hinzukriegen sind.

Der Titel Eruption ist eine tolle Übung zur rhythmischen Unabhängigkeit der Hände:

Zuerst die Figur der linken Hand, die überwiegend aus Quartfiguren besteht, dazu das Thema in der rechten Hand:

left Hand

Beide Hände spielen auch die Ostinato-Figur zusammen um wiederum eine Quarte versetzt:

theme

Zum Schluss die erste Ostinato-Figur für die rechte Hand, sie ist mit den dreistimmigen Chords auch ganz schön anspruchsvoll:

right Hand

So ist das ganze Stück gespickt mit kleinen „Schweinereien“, die zeigen mit wie viel Detailversessenheit Keith Emerson hier zu Werke gegangen ist.

Anmerkung:
to be continued?

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